Seit 1994 bewohne ich in Kaiserslautern meine eigenen vier Wände.
Ich bin stink faul, hab ein zimlich schlechtes Gedächtnis und etwas mehr Selbstbewußtsein täte mir auch gut. Mein Humor, rabenschwarz und bitter böse, gleitet zeitweise in die Geschmacklosigkeit ab. (Siehe z.B. die beiden letzten Witze) Bisweilen neige ich, bedingt durch meine Faulheit und das Bestreben immer den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, zum Opportunismus.
Direktheit. Wenn jemand etwas von mir will soll
er/sie es gerade heraus sagen und nicht um den heißen Brei herumreden.
Ich bin mämich bisweilen etwas schwer von Begriff und daher fällt
mir nicht immer sofort auf was zwischen den Zeilen steht. Man braucht auch
keine Angst zu haben mir "auf den Schlips zu treten". Ich bin
fähig konstruktive Kritik zu verdauen, solange sie
in einem sachlichen Ton vorgebracht wird.
Diese Fähigkeit ist die direkte Folge meines von Logik und
Rationalität geprägten Menschenverstandes, der hoffentlich
gesund ist und es noch lange bleibt.
Humor, schwarz muss er sein. Rabenschwarz und bitter böse. :-)))
Siehe auch meine liebsten Witze.
Mein wichtigster Grundsatz: Toleranz. Wie schon "der Alte Fritz"
sagte: "Ein jeder nach seiner Fasson." Diese Freiheit findet
ihre natürliche Grenze an der Freiheit des anderen. Denn nur die
Freiheit die man selbst anderen gewährt steht einem selbst zu. Somit
wird die Freiheit des Anderen zur eigenen Freiheit.
Keine, ich bin überzeugter Atheist. Die Menschheit hat schon
immer Erklärungen für das gesucht was um sie herum vorgeht. Wenn
sie keine rationale Erklärung finden konnte wurde eben das irrationale
bemüht, anstatt sich die eigene Unkenntnis einzugestehen und die Dinge
einfach so zu akzeptieren wie sie sind. ("Ich glaube..."
anstatt "Ich weiß, dass ich
nichts weiß.") Hinzu kommt die Hoffnung, durch beschwören
höherer Mächte zukünftige Ereignisse beeinflussen zu
können und das "Teddybärprinzip": Kinder
haben im Dunklen keine Angst wenn sie einen Teddybär haben, an dem
sie sich fest halten können. Analog könnte man sagen: Erwachsene
haben im Leben keine Angst, wenn sie eine höhere, imaginäre
Instanz haben, an die sie sich im Geiste klammern können. Diese
Instanz, bzw. ihren Antipol, kann man dann auch noch praktischerweise
als Sündenbock benutzen.
Es gibt keinen logischen Grund für die existenz eines Gottes.
Es gibt auch keinen logischen Grund gegen die existenz eines Gottes.
Es gibt aber psychologische und damit logische Gründe
warum sich die Menschen einen Gott wünschen. Einige der
wichtigsten Gründe für diesen Wunsch habe ich oben versucht
darzulegen. Auf diesen Gründen basierend glaube ich, dass
Götter nur eine Einbildung der Menschen sind um leichter durch das
Leben zu kommen. Denn dasselbige war noch nie einfach und so wird es wohl auch
in der Zukunft bleiben.
Ich betone in diesem Satz das glaube, weil auch der Atheismus
nur eine Glaubensauffassung unter vielen ist. Damit ist der Atheismus
nur eine Religion unter anderen und gleichwertig mit diesen. Der
Dalai-Lama (Für unwissende: sozusagen der Papst des lamaistischen
Buddhismus) schreibt in seiner Autobiografie (sinngemäss):
Alle Religionen haben im Grunde genommen ein gemeinsames Ziel, den Menschen zu Erleuchtung und Erlösung zu führen. Da bei allen Religionen dieses Ziel gleich ist, sind die verschiedenen Religionen nur verschiedene Wege zu dem gleichen Ziel. Der Weg ist unbedeutend, das Ziel ist einzig entscheidend. Daher sind alle Religionen gleichwertig.
Man stelle sich solche Worte aus dem Mund eines Papstes vor. (Tschuldigung liebe Katholiken, aber diesen Seitenhieb konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. :-) ) Für mich ist Erleuchtung Wissen und Weisheit, Erlösung Freiheit im Geiste und Unabhängigkeit von allem materiellen. Mein Wissen wiederspricht dem Glaube an einen Gott und geistige Freiheit kann nur abseits von Dogmen existieren.
Wer hier noch etwas hinzufügen will soll bitte nicht zögern mir eine EMail zu schreiben. Ich bin an Kritik jeder Art interessiert.
$Id: persoenlich.html,v 1.3 2005/05/05 22:10:49 jkunz Exp $